Barracuda Backup als virtuelle Appliance

Der Barracuda Backup Server ist zwar schon einige Zeit am Markt, aber auch diese Appliance hat ein virtuelles Brüderchen bekommen. Im Rahmen meiner Engineer-Zertifizierung habe ich nun einen solchen virtuellen Barracuda Backup Server Vx für Testzwecke am Start. Gleich vorweg: Das Produkt ist noch relativ frisch und vor die Nutzung haben die Entwickler die EULA gesetzt.

Backup_Vx_EULA
Lesestoff: 506 Seiten lange EULA

Diese muss leider händisch durchgeblättert werden, um sie zu bestätigen. Es gibt nur Tasten zum Vor- und Zurückblättern – und die EULA ist dummerweise 506 Seiten lang…

Nach der Installation kann der virtuellen Appliance Plattenspeicher hinzugefügt werden. Dazu muss die VM abgeschaltet sein und der Speicher (in meinem Fall ein iSCSI-Target) wird der VM bereitgestellt. Nach dem Einschalten fragt die VM artig, ob der neu erkannte Speicher genutzt werden soll – Achtung, hier läuft ein Timer rückwärts, und die Standardeinstellung ist “nein”.

Im Anschluss daran lässt sich in einem aufgeräumten Menü alles Weitere einstellen und nach Aktivierung und Linking-Code geht’s dann über Barracudas Schaltzentrale “Cloud Control” weiter.

BBS_Vx_VM-Menü
Barracuda Backup Server Vx – ein Blick auf die virtuelle Konsole

Hier gibt es dann wieder eine Abweichung zur Hardware-Appliance: Der Barracuda Backup Server Vx muss online verwaltet werden, während man bei der Hardware wählen kann, ob mal das Gerät nur lokal oder hybrid verwalten möchte.

Bei meiner Test-Appliance sieht die Verwaltung dann folgendermaßen aus:

Barracuda Backup Server - Ansichtt in Cloud Control
Cloud Control: Barracudas Schaltzentrale im Netz

Bemerkenswert ist die Effizienz der Deduplizierung: Aus meinen knapp 316 GB Daten auf der Appliance können Daten in Summe von 1,12 TB extrahiert werden – derzeit ein Faktor von knapp 2,77

Ich verwende Hyper-V und bringe mich somit quasi um ein besonderes Feature des Barracuda Backup Servers: Live-Boot. Über die VMware-API kann eine VM direkt aus der Backup Appliance heraus gemountet und gestartet werden.

Aber davon abgesehen sichert die Vx wie ihre physikalischen Schwestern fast alles, was einem im täglichen Leben der IT begegnet: MS SQL-Datenbanken, Exchange, Sharepoint, Hyper-V und natürlich auch klassische Freigaben und komplette Server Zwecks Bare-Metal-Restore.

Ich mag besonders die einfache Einrichtung, danach läuft die Appliance einfach von selbst und tut was sie soll: Sichern!

 

3 Gedanken zu “Barracuda Backup als virtuelle Appliance”

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